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Für mehr Mobilität

Wer benötigt Gehhilfen?
Viele Erkrankungen (z. B. eine Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall, rheumatische und auch neurologisch bedingte Erkrankungen) haben einschränkende Auswirkungen auf unterschiedliche Bewegungsabläufe, so auch auf das Gehen: Arthrotisch oder arthritisch schmerzhaft veränderte Gelenke haben einen eingeschränkten Beugeradius, Morbus Parkinson und multiple Sklerose beeinträchtigen Koordinationsvermögen und Gleichgewichtssinn. Um ihre Bewegungsfähigkeit zu unterstützen oder auch nach Unfällen wiederherzustellen, benötigen Betroffene Gehhilfen.

Welche Gehhilfen gibt es und für wen sind sie geeignet?

Gehstock
Ein korrekt eingestellter, leichter Gehstock mit einem bequemen, anatomisch geformten Griff entlastet spürbar die Hüfte und verhilft besonders Menschen mit Hüftgelenkarthrose zu einem schmerzarmen Gang. Mit dem leichten und dennoch stabilen Gehstock wird das Gleichgewicht bei Patienten mit Koordinationsoder Wahrnehmungsstörungen deutlich unterstützt. Insbesondere für Rheumakranke gibt es vielfältig geformte Griffe. Der Stock kann so individuell dem Benutzer angepasst werden. Eine besonders weiche und rutschfeste Kappe lindert die unangenehm schmerzhaften Stöße in das Schulter- oder Handgelenk. Bei Erkrankungen der Hüfte sollte der Gehstock auf der gegenüberliegenden Seite der geschädigten Hüfte eingesetzt werden. So kann das Becken unterstützt, die Hüfte entlastet und die gesunde Seite vor zu großen Belastungen geschützt werden.

Rollator
Der Rollator (Vierradrollator) ist eine sichere, solide und handliche Gehhilfe auf vier Rädern. Durch seine Kippsicherheit ist er je nach Bauweise nicht nur für den Innen-, sondern auch für den Außeneinsatz geeignet. Im Außeneinsatz erleichtert er längere Gehstrecken und wird daher zum Einkaufen oder zum Spazieren benutzt. Rollatoren müssen wie alle Gehhilfen unbedingt auf Körpergröße und Körperhaltung des Anwenders eingestellt werden. Mit einem einfachen Griff wird der Rollator zusammengefaltet. Jetzt kann er Platz sparend verstaut oder im Auto mitgenommen werden. Gegen unbeabsichtigtes Zusammenklappen sind moderne Rollatoren geschützt. Rollatoren können mit luftlosen Kunststoffrädern oder luftgefüllten Reifen ausgestattet werden. Luftlose Kunststoffräder sind pannensicher. Um Stoßeinwirkungen abzudämpfen, sollten Kunststoffräder
besonders weich sein. Anatomisch geformte oder besonders weiche Handgriffe verteilen den Druck auf die gesamten Handflächen und beugen so unangenehmen, schmerzhaften Stößen in die Arm- und Handgelenke vor. Für muskelschwache Benutzer und Arthritispatienten gibt es spezielle Armlehnen. Die Bremsen müssen zuverlässig und dauerhaft arbeiten. Wichtig ist, dass die Bremsen überhaupt vom Patienten bedient werden können. Mittlerweile werden viele Modelle angeboten. Welcher Rollator mit welchem Bremssystem gewählt wird, hängt vor allem von den Fähigkeiten des Benutzers ab. Gegen ungewolltes Wegrollen ist der Rollator mit zusätzlich eingebauten Feststellbremsen gesichert.

 Weitere Informationen finden Sie im PDF

Gehstock

Gehstock

Rollator

Rollator

Starre Gehhilfe

Starre Gehhilfe